Herbert Brandl für die Wiener Staatsoper
Eine denkmalgeschützte Brandschutzwand als Ausstellungsreihe
Der Hintergrund
Die Brandschutzwand zwischen Bühne und Zuschauerraum der Wiener Staatsoper ist wie jede andere Feuermauer dazu da, gegebenenfalls die Ausbreitung von Feuer zu verhindern. Diese Wand ist seit 1998 allerdings noch viel mehr als das: Für das Projekt des Kunstvereins “museum in progress” in einer Kooperation mit der Wiener Staatsoper und der Bundestheater-Holding wird die Feuermauer jährlich zum temporären, lebendigen Museumsraum. Kunst auf Denkmalschutz – 176 m2 auf Brandschutz-zertifiziertem PVC.
Die Challenge: TREVISION wurde damit beauftragt, die Großbilder zu produzieren und zu installieren. Unsere Challenge: Für das Projekt „Eiserner Vorhang“ muss die denkmalgeschützte und originale Brandschutzwand der Wiener Staatsoper unberührt bleiben.
Die Lösung: Das diesjährige Kunstwerk des österreichischen Künstlers Herbert Brandl wurde in einem innovativen Verfahren auf PVC-Netze gedruckt. Die Installation erfolgt mithilfe von Magneten direkt auf der denkmalgeschützten Brandschutzwand. Durch diese Technik bleibt der von Rudolf Eisenmenger gestaltete Vorhang aus der Nachkriegszeit – ein Symbol des Wiederaufbaus – unberührt und bietet zeitgenössischer Kunst dennoch eine eindrucksvolle Bühne.
Das Ergebnis: Intensive Farbe für intensive Momente
Die 29. Ausgabe des „Eisernen Vorhangs“ ist bis Ende Juni 2027 zu sehen. Das 176 m² große Werk des österreichischen Künstlers Herbert Brandl zieht Besucher:innen vor und nach den Aufführungen sowie in den Pausen in ein kraftvolles blau-weißes Pinselstrichgewirr, das Assoziationen an Himmel, Meer und den Blick aus dem Weltall weckt.
Credits:
Herbert Brandl, 2023/26, Eiserner Vorhang, museum in progress, Wiener Staatsoper, 2026/27, Großbild
Fotos: Andreas Scheiblecker, © museum in progress (www.mip.at)





